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Blutzuckerspiegel — Chrom
im Blickfeld der Wissenschaft

Selenquelle beleuchtet den dokumentierten Beitrag von Chrom zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels. Geprüfte Informationen gemäß europäischer Gesundheitsangaben.

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Was versteht man unter Blutzuckerspiegel?

Der Blutzuckerspiegel bezeichnet die Konzentration von Glukose im Blut. Glukose ist der bevorzugte Energielieferant für die Zellen des Körpers — insbesondere für das Gehirn, das nahezu ausschließlich auf Glukose als Brennstoff angewiesen ist. Ein normaler Blutzuckerspiegel liegt nüchtern üblicherweise zwischen 70 und 100 mg/dl.

Die Regulation des Blutzuckerspiegels ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Hormone und Organe. Nach einer Mahlzeit steigt der Blutzuckerspiegel an, woraufhin die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet. Insulin ermöglicht den Zellen, Glukose aus dem Blut aufzunehmen. Zwischen den Mahlzeiten sorgt das Hormon Glukagon dafür, dass gespeicherte Glukose aus der Leber freigesetzt wird.

Bestimmte Spurenelemente haben einen wissenschaftlich geprüften Bezug zur Aufrechterhaltung des normalen Blutzuckerspiegels. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat hierfür ein Gutachten erstellt, auf dessen Basis die EU-Kommission eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe für Chrom veröffentlicht hat.


Chrom — ein Spurenelement mit dokumentiertem Beitrag

Chrom verfügt über eine von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zum normalen Blutzuckerspiegel.

Cr

Chrom in der Glukoseverwertung

Chrom ist ein essenzielles Spurenelement, das in der biologischen Form als dreiwertiges Chrom (Cr³⁺) vorliegt. Im Zusammenhang mit dem Glukosestoffwechsel wirkt Chrom als Bestandteil des sogenannten Glukosetoleranzfaktors (GTF). Dieser Faktor beeinflusst die Wechselwirkung zwischen Insulin und seinen Rezeptoren an der Zelloberfläche.

Lebensmittel wie Brokkoli, Vollkornprodukte, grüne Bohnen und Rindfleisch zählen zu den natürlichen Chromquellen. Der tägliche Referenzwert für Chrom liegt gemäß EU-Verordnung bei 40 µg.

„Chrom trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die EFSA hat die vorliegende wissenschaftliche Evidenz zu Chrom und dem Blutzuckerspiegel bewertet. Auf Grundlage dieser Bewertung wurde die gesundheitsbezogene Angabe in die Liste der zugelassenen Angaben aufgenommen. Die Angabe bezieht sich auf die Aufrechterhaltung eines bereits normalen Blutzuckerspiegels — nicht auf die Senkung eines erhöhten Wertes.

Die Verwendungsbedingung setzt voraus, dass das Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel mindestens eine signifikante Menge Chrom gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 enthält.

„Chrom trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012


Die Bedeutung eines normalen Blutzuckerspiegels

Ein gleichmäßiger Blutzuckerspiegel bildet die Grundlage für zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper. Die Glukosehomöostase — also die Aufrechterhaltung eines stabilen Glukosespiegels — betrifft verschiedene physiologische Bereiche:

Der Körper verfügt über mehrere Mechanismen, um den Blutzuckerspiegel innerhalb eines physiologischen Bereichs zu halten. Neben den Haupthormonen Insulin und Glukagon sind auch Cortisol, Adrenalin und Wachstumshormon an der Regulation beteiligt.

Chrom und der Glukosetoleranzfaktor

Der Glukosetoleranzfaktor (GTF) wurde erstmals in den 1950er-Jahren beschrieben. Es handelt sich um einen niedermolekularen Komplex, der dreiwertiges Chrom enthält und die Wirkung von Insulin an der Zelloberfläche moduliert. Die genaue Struktur des GTF ist Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion, doch die Beteiligung von Chrom gilt als gesichert.

„Chrom trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Auf molekularer Ebene beeinflusst Chrom die Signalkaskade des Insulinrezeptors. Wenn Insulin an seinen Rezeptor bindet, löst dies eine Kette von Phosphorylierungsreaktionen aus, die letztlich zur Translokation von GLUT4-Transportern an die Zellmembran führt. Dieser Vorgang ermöglicht den Einstrom von Glukose in die Zelle.

Nahrungsquellen und Bioverfügbarkeit

Chrom kommt in der Nahrung in unterschiedlichen Konzentrationen vor. Besonders reich an Chrom sind Vollkornerzeugnisse, bestimmte Gemüsesorten wie Brokkoli, Fleisch und Gewürze. Die Bioverfügbarkeit von Chrom aus der Nahrung ist generell gering und liegt bei etwa 0,5 bis 2 % der aufgenommenen Menge.

Organische Chromverbindungen wie Chrompicolinat weisen eine höhere Bioverfügbarkeit auf als anorganische Formen. Vitamin C und bestimmte Aminosäuren können die Chromaufnahme im Dünndarm begünstigen, während hohe Eisenzufuhr die Absorption von Chrom verringern kann.


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